Kniearthrose behandeln

Eigenbluttherapie mit PRP statt Operation

Knieschmerzen durch Arthrose schränken den Alltag ein – beim Treppensteigen, beim Sport, in der Nacht. Mit der Möglichkeit, die körpereigenen Regenerationsmöglichkeiten in Ihre Behandlung mit aufzunehmen, behandle ich Kniearthrose regenerativ, zielgenau und ohne Operation. In meiner Privatpraxis in Kronberg setze ich dabei die IMPACT® Platform ein – ein zertifiziertes System für autologe Zelltherapien.
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Das Wichtigste im Überblick

Kniearthrose & PRP: Das Wichtigste im Überblick

Was ist Kniearthrose (Gonarthrose)?
Degenerativer Verschleiß des Kniegelenkknorpels, der zu Schmerzen, Steifigkeit und eingeschränkter Beweglichkeit führt.

Häufige Symptome:
Anlaufschmerz beim ersten Schritt, Belastungsschmerz beim Treppensteigen, Nachtschmerz, Schwellung und Wärme im Gelenk.

Welche PRP-Form wird eingesetzt?
Je nach Stadium: White PRP (anabol, regenerativ) bei Knorpelschäden, Red PRP oder ACS (entzündungshemmend) bei aktivierter Arthrose.

Wie viele Sitzungen?
In der Regel 1–3 Injektionen im Abstand von ca. 2 Wochen. Wirkdauer: 6–12 Monate.

Was kostet die Behandlung?
260–270 € pro Präparat zzgl. GOÄ-Injektionsgebühr. Ca. 70 % der PKV übernehmen die Kosten.

Was passiert bei Kniearthrose in Ihrem Gelenk?

Das Kniegelenk ist eines der am stärksten belasteten Gelenke des Körpers. Bei der Kniearthrose – medizinisch Gonarthrose – baut sich die schützende Knorpelschicht ab, die die Gelenkflächen von Oberschenkel und Schienbein überzieht. Ohne diesen Puffer reiben Knochen auf Knochen: eine Bewegung, die schmerzt, entzündet und den Abbau weiter beschleunigt.

Die Erkrankung verläuft in Phasen. Anfangs fällt der Schmerz nach kurzer Bewegung ab – der sogenannte Anlaufschmerz. Mit der Zeit tritt er auch unter Belastung auf: beim Treppensteigen, beim längeren Gehen, beim Sport. Im fortgeschrittenen Stadium schmerzt das Knie auch in Ruhe und nachts.

Was viele nicht wissen: Die Symptome korrelieren nicht immer mit dem Röntgenbefund. Ein vermeintlich schwerer Arthrosegrad muss nicht zwingend ein Operationsgrund sein – und ein moderater Befund kann trotzdem erhebliche Beschwerden verursachen. Deshalb ist eine genaue klinische Beurteilung entscheidend, bevor über Therapieoptionen gesprochen wird.

Indikation

Für wen ist PRP bei Kniearthrose geeignet?

Die Eigenblutbehandlung mit PRP ist keine Therapie für jeden Arthrose-Grad. Hier ist meine klinische Einschätzung:
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Frühstadium (Grad 1–2): White PRP für Knorpelregeneration

In diesen Stadien ist der Knorpel noch vorhanden, aber geschädigt und entzündet. Hier setze ich gezielt White PRP – leukozytenarmes, anabol wirkendes plättchenreiches Plasma – ein. Die reduzierten Leukozytenanteile verringern das Risiko einer zusätzlichen Entzündungsreaktion im Gelenk; die konzentrierten Wachstumsfaktoren unterstützen die körpereigene Knorpelregeneration. In dieser Phase sind die Möglichkeiten der Eigenbluttherapie am größten.

Mittleres Stadium (Grad 3): Individuell – White PRP, Red PRP oder Kombination

Bei deutlichem Knorpelschaden schaue ich mir den Befund und den aktuellen Zustand des Gelenks genau an. Liegt primär eine Regenerationsaufgabe vor, bleibt White PRP die erste Wahl – gegebenenfalls kombiniert mit Hyaluronsäure, welche den Knorpel ernährt. Ist das Gelenk akut entzündet und geschwollen, kann ich auf Red PRP oder ACS umstellen, um zunächst den Entzündungskreislauf zu durchbrechen. Beide Ansätze schließen sich nicht aus. Sie können sequenziell eingesetzt werden.

Aktivierte Arthrose mit starker Entzündung: ACS – das „Bio-Kortison"

Wenn das Knie akut aufgeflammt ist – mit Erguss, Wärme und stark eingeschränkter Beweglichkeit – ist Kortison die klassische Sofortmaßnahme. Ich biete als körpereigene Alternative das ACS (Autologes Conditioniertes Serum) an. Dieses Verfahren isoliert in einem aufwendigen Prozess die entzündungshemmenden Substanzen aus Ihrem eigenen Blut – mit einer anti-inflammatorischen Wirkung, die mit Kortison vergleichbar sein kann, aber ohne dessen bekannte Nebenwirkungen wie Knorpelschäden bei wiederholter Anwendung.

Fortgeschrittenes Stadium (Grad 4): Ehrliche Einschätzung

Bei ausgeprägtem, vollständigem Knorpelschaden sind die Möglichkeiten der Eigenbluttherapie begrenzt. Die Behandlung kann in diesem Stadium Schmerzen lindern und Entzündungen reduzieren – ob und wann eine Knieprothese sinnvoll ist, bespreche ich offen mit Ihnen. Wenn eine OP bereits vorgeschlagen wurde, kann eine unabhängige Zweitmeinung ein sinnvoller erster Schritt sein.
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Ablauf

Eigenblutbehandlung mit der IMPACT® Platform – so arbeite ich in meiner Praxis

Nicht alle PRP-Verfahren sind gleich und nicht alle Praxen dürfen autologe Zelltherapien überhaupt anbieten und herstellen. Die Herstellung nach Arzneimittelgesetz erfordert eine behördliche Genehmigung. Diese liegt für meine Praxis durch das Regierungspräsidium Darmstadt vor. Das bedeutet, dass alle Abläufe, Qualitätsstandards und hygienischen Anforderungen staatlich geprüft und genehmigt sind.


Die Herstellung erfolgt mit der IMPACT® Platform:

Blutentnahme unter örtlicher Betäubung

Ca. 10–15 ml Blut werden aus der Armvene entnommen. Der gesamte weitere Prozess läuft in einem geschlossenen, sterilen System ab – das Blut wird zu keinem Zeitpunkt offen gehandhabt.

Vollautomatische Aufbereitung

Die IMPACT® Platform verarbeitet das Blut vollautomatisch. Ein eingebauter optischer Sensor erkennt die Blutfraktionen und steuert die Separation präzise. Je nach gewünschtem Präparat (White PRP, Red PRP oder ACS) werden unterschiedliche Fraktionen konzentriert. Das Ergebnis ist ein hochkonzentriertes, körpereigenes Präparat, welches fertig für die Injektion ist.

Sonografisch gesteuerte Injektion ins Kniegelenk

Das aufbereitete Präparat wird unter Ultraschallkontrolle direkt ins Kniegelenk injiziert. Die sonografische Steuerung stellt sicher, dass das PRP präzise ans Ziel gelangt. Die Injektion erfolgt unter örtlicher Betäubung.
Der gesamte Ablauf dauert ca. 45–60 Minuten und findet in einer einzigen Sitzung statt. Sie können die Praxis danach selbstständig verlassen; für den Rest des Tages empfehle ich Schonung des Kniegelenks.

Weitere Informationen zur IMPACT® Platform: autologe-zelltherapien.de
Ärztliche Einordnung

Warum ich als Operateur differenziert zwischen White PRP, Red PRP und ACS entscheide

Als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie führe ich Knieoperationen durch: Arthroskopien, Meniskuseingriffe und, wenn es notwendig ist, auch die Vorbereitung zur Knieendoprothetik. Ich kenne den Weg in den Operationssaal. Und ich kenne seine Konsequenzen: Rehabilitation, Risiken, die realistische Erwartungshaltung meiner Patienten nach einer Prothese.

Wenn ich mich heute für die Eigenbluttherapie entscheide, dann nicht pauschal. Ein Kniegelenk mit Grad-2-Arthrose braucht etwas anderes als ein akut entzündetes Grad-3-Gelenk. White PRP zielt auf den Aufbau. Es ist anabol, regenerativ, für Gelenke geeignet, die Hilfe beim Wiederaufbau brauchen. Red PRP und ACS zielen auf den Abbau von Entzündung: katabol, entzündungshemmend, für Gelenke, bei denen der Kreislauf aus Entzündung und Schmerz zuerst unterbrochen werden muss.

Diese Differenzierung entscheidet darüber, welches Präparat tatsächlich im Gelenk wirkt.

Mein Ziel ist nicht, Operationen, um jeden Preis zu vermeiden. Mein Ziel ist, dass Sie die für Ihr Knie richtige Entscheidung treffen und dass die Behandlung, die wir wählen, zu Ihrem Befund passt.

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Therapieformen

White PRP, Red PRP, ACS und Kortison – was ist der Unterschied?

Drei Therapien, drei Wirkmechanismen – und je nach Stadium und Befund unterschiedliche Indikationen. Hier meine klinische Einordnung:

White PRP – leukozytenarmes Plasma (anabol)

Für regenerative Aufgaben: frische Knorpelschäden, frühe Arthrosestadien, Sportverletzungen. Die reduzierte Leukozytenkonzentration minimiert das Risiko einer zusätzlichen Entzündungsreaktion im Gelenk; die konzentrierten Wachstumsfaktoren aktivieren den körpereigenen Aufbauprozess.

Red PRP – leukozytenreiches Plasma (katabol)

Für hartnäckige chronische Entzündungsverläufe. Die höhere Leukozytenkonzentration kann helfen, stagnierende Entzündungskreisläufe zu durchbrechen und den Körper zu einer neuen Heilungsreaktion zu veranlassen.

ACS – Autologes Conditioniertes Serum (entzündungshemmend)

Das „Bio-Kortison": ein körpereigenes Serum mit hoch konzentrierten entzündungshemmenden Substanzen. Für akut aktivierte Arthrosen, bei denen eine kortison-ähnliche Sofortwirkung ohne die bekannten Nebenwirkungen einer Kortison-Injektion angestrebt wird. Im Gegensatz zu Kortison kann ACS bei Bedarf wiederholt eingesetzt werden, da es ausschließlich körpereigenes Material enthält.

Kortison-Injektion

Wirkt schnell und stark entzündungshemmend – sinnvoll als Sofortmaßnahme. Bei wiederholter Anwendung kann Kortison nach aktuellem Forschungsstand knorpelschädigende Effekte haben – weshalb es in der Orthopädie in der Regel nicht als Dauertherapie eingesetzt wird. Genau deshalb ist ACS als körpereigene Alternative für mich häufig die bessere Wahl.

Hyaluronsäure-Injektion

Hyaluronsäure ist der natürliche Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und ernährt den Knorpel. Bei abnutzungsbedingten, entzündlichen Prozessen kommt der Körper seiner ursprünglichen Aufgabe, der ausreichenden Produktion von Hyaluronsäure nicht mehr ausreichen, und ist mit seiner Entzündungsaktivität hauptsächlich beschäftigt. In solchen Situationen besteht die Möglichkeit der Einbringung von synthetisch hergestellter Hyaluronsäure in das Gelenk, um den bestehenden Mangelzustand zu beheben. Diese kann dann die Knorpelernährung wieder übernehmen und den vorhandenen Knorpel stärken.
Kosten

Kosten und Kostenübernahme

Die Eigenbluttherapie nach Arzneimittelgesetz (AMG) erfordert eine behördliche Herstellungsgenehmigung und genau die ist der Grund, warum die Herstellung in meiner Praxis einen anderen Standard hat als ein Standard-PRP-Verfahren ohne Genehmigung. Die Genehmigung durch das Regierungspräsidium Darmstadt liegt vor.

Pro Präparat (White PRP, Red PRP oder ACS) entstehen Herstellungskosten von 260–270 €. Hinzu kommen die ärztlichen Leistungen für die Injektion nach GOÄ. Vor Behandlungsbeginn erhalten Sie vollständige Kostentransparenz.

Die Eigenbluttherapie nach AMG ist eine privatärztliche Leistung. Derzeit übernehmen ca. 70 % der privaten Krankenversicherungen die Kosten. Ich stelle auf Wunsch einen individuell angepassten Kostenübernahmeantrag für Sie, der vor Behandlungsbeginn eingereicht wird, damit Sie volle Kostensicherheit haben. Selbstzahlende Patienten sind willkommen.

Die PRP-/Eigenbluttherapie ist eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). In klinischen Studien – u.a. Görmeli et al. (2014) – wurde bei Kniearthrose eine signifikante Schmerzreduktion und verbesserte Gelenkfunktion über 12 Monate dokumentiert. Ein abschließender wissenschaftlicher Nachweis nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin steht für einige Indikationen noch aus. Individuelle Behandlungsergebnisse können von publizierten Studienergebnissen abweichen.

Die Praxis von Dr. Braune ist eine reine Privatpraxis und steht ausschließlich Privatpatienten und Selbstzahlern offen.

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Patienten aus Frankfurt, Bad Homburg, Königstein und dem gesamten Hochtaunuskreis kommen zur Behandlung in meine Privatpraxis in Kronberg im Taunus. Termine sind häufig kurzfristig verfügbar. Kontaktieren Sie uns für aktuelle Verfügbarkeiten.
Häufige Fragen zur Eigenblutbehandlung bei Kniearthrose